Nog drie Herfstgedichten van Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke, onvoltooid portret uit 1906 door Paula Modersohn-BeckerHerbststimmung

Die Luft ist lau, wie in dem Sterbezimmer
an dessen Türe schon der Tod steht still;
auf nassen Dächern liegt einblasser Schimmer,
wie der der Kerze, die verlöschen will.

Das Regenwasser röchelte in den Rinnen,
der matte Wind hält Blätterleichenschau; —
und wie ein Schwarm gescheuchter Bekassinen
ziehn bang die kleinen Wolken durch das Grau.

Uit: Larenopfer, 1895
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Herbst-Abend

Wind aus dem Mond,
plötzlich ergriffene Bäume
und ein tastend fallendes Blatt.
Durch die Zwischenräume
drängt die schwarze Landschaft der Fernen
in die unentschlossene Stadt.

Uit: Die Gedichte 1906 bis 1910

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Herbst

Oh hoher Baum des Schauns, der sich entlaubt:
nun heißts gewachsen sein dem Übermaße
von Himmel, das durch seine Äste bricht.
Erfüllt vom Sommer, schien er tief und dicht,
und beinah denkend, ein vertrautes Haupt.
Nun wird sein ganzes Innere zur Straße
des Himmels. Und der Himmel kennt uns nicht.

Uit: Die Gedichte 1922 bis 1926
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Al deze gedichten, evenals die welke we kortgeleden in het kader van de ingezette herfst in dit elektronische cultuurtijdschrift hebben opgenomen zijn te vinden in de ’totaalbundel’
Rainer Maria Rilke — Die Gedichte — Rilkes lyrisches Werk in einem Band; Limitierte Sonderausgabe; 896 pagina’s, gebonden in rood linnen; Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig, 2006; ISBN 3-458-17333-1. Prijs € 15,— (in de Bondsrepubliek Duitsland, en in ons land bij Boekhandel Die Weisse Rose te Amsterdam).
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Afbeelding: Rainer Maria Rilke, onvoltooid portret uit 1906 door Paula Modersohn-Becker. Het bevindt zich in het Paula-Modersohn-Becker-Museum te Bremen. Zie daartoe eveneens onze bijdrage van dinsdag 9 oktober over de exposities in verband met deze kunstenares, onder meer in dat huis.

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